Den Giganten auf der Spur am größten Fluss ITALIENs dem Po


 

ab nach ITALIEN

zum ersten mal am PO

An einem Freitag im März 2000, haben mein Bruder Reinhard und ich die Reise nach Italien angetreten. Meinen PKW haben wir Nachmittag geladen,die Chekliste und alles überprüft-voll getankt- Luftdruck wir sind startklar. Abfahrt um Mitternacht mit dem Reiseziel " RIVA" in der Nähe von Mesola. Schon nach einer Stunde Fahrzeit begann es zu Schneien und die Stimmung wurde ein wenig eingebremst.

Das ganze Kanaltal - ab der österreichischen Grenze im Nebel, da hat sich die Frage gestellt, was machst du da eigendlich? Reinhard war ein Jahr zuvor mit einer Gruppe aus Salzburg zum Welsangeln, und hat mich immer wieder aufgebaut, du wirst sehen das mit dem Nebel wird besser und wir werden eine super Woche haben.

Ab Mestre, auf die Bundesstrasse SS309; der Nebel wurde immer dichter und die Carabinieri haben den Verkehr gezielt eingebremst. Nach 7 Stunden Fahrt haben wir die Brücke Taglio di Po passiert unser Ziel ist fast erreicht.

 

 

Zum Ersten mal bin ich über den Fluss PO gefahren, alle Strapatze vergessen und das Abenteuer Welsangeln kann beginnen. In Riva angekommen, gleich bei der ersten Ortseinfahrt gibt es frischen lebend Aal zu kaufen, und ab gehts auf den Damm. Ein schönes Bild, der Po di Goro und das Wasserschloss "Castello di Mesola"

 

Carla und Claudio betreiben in Arianonel Polesine einen kleinen Angelladen, beide sprechen gut deutsch und geben gerne guten Rat. Eine Kleinigkeit eingekauft die Lizenz besorgt und zurück gehts zur Angestelle wo mein Bruder letztes Jahr einen Wels mit 196 landen konnte

Der Nebel liess nicht locker und es kamen nur vereinzelt Sonnenstrahlen durch. Da wurde uns klar, das wird eine kalte und feuchte Angelegenheit. Die Montagen wurden ausgeworfen, wir haben vom Ufer geangelt. Jetzt kommt`s mit nur 2Planen ein Quatier bauen, wenn das nur gut geht.

 

 

Reinhard nimmt den Spaten und fängt an, eine Feuerstelle auszuheben. Brennholz gibt es reichlich und ich wußte er ist bemüht um Schadens begrenzung. Die Nächte waren frostig und feucht.

Das Lagerfeuer haben wir die ganze Woche nicht ausgehn lassen

 

Nach Mitternacht der erste Welsbiss auf meiner Rute, leider bin ich zu spät. Ich hab die Montage liegen lassen nach nur 5 Minuten ein gewaltiger Schlag in meine Rute und der Freilauf schien überfordert, jetzt der Anschlag; passt ein Drill von 25 Minuten den ich nie vergessen werde, das war der Weg zu meinen ersten Po-Waller.

Ein schöner Wels mit einer Länge von 187cm und einem Gewicht von 50kg das Weibchen war prall voll mit Laich. Weiters konnte ich in dieser Woche noch einen Wels mit 178cm fangen und Reinhard zwei Welse mit 120cm. Am 5. Tag die Abreise es wurde immer kälter und nicht mehr im Freien auszuhalten. In der Nacht unter dem Gefrierpunkt und am Tag kaum erwärmung.

Trotz der Strapazen hat mich das Welsfieber nicht mehr losgelassen.

Das Abenteuer; mit den verwildeten Hunden. die in der Nacht einen Nutria(Sumpfbieber) neben unserem Quatier zerfetzt haben. Man sollte keinesfalls Essensreste einfach weg werfen oder im Sand vergraben das lockt die Hunde an. Ab in den Fluss damit; wohlgemerkt Essensreste!

Entsorgt da jemand eine Leiche? Als jemand mitten in der Nacht nur 100 Meter von uns entfernt eine Schaufel aus dem Kofferraum seines PKW holt und anfängt ein riesiges Loch zu graben. Als der jenige die Au verläßt haben wir nach gesehn und  mit Erleichterung festgestellt das er einen Chinchilla samt Stall ausgesetzt hat.

Mein Bootunfall; fast wäre mir die zwei Hebel Schaltung zum Verhängnis geworden und zum Glück sind wir mit ein paar blauen Flecken davon gekommen. Mein Boot hatte ich zum Ersten mal mit am Po. Bei der Slipstelle bei Mesula hab ich das Boot zu Wasser gelassen und alles lief hervorragend. Meine Brüder Reinhard und Otto fuhren mit dem PKW am Damm zurück zur Angestelle und ich folgte am Wasser, ich war stolzer Boot Besitzer. Am dritten Tag ist es passiert; Sven ein Angelgast von Reinhard und ich waren Driftfischen, Sven hat einen Nutria beim Sonnenbad entdeckt und wollte näher zum Ufer. Irgend wie muss ich am Hebel angekommen sein und dabei wurde der Vorwärtsgang eingelegt, der Motor ließ sich schwer starten und ich hab mehr Gas gegeben. Der Motor heulte auf und das Boot schoss mit uns weg wie eine Rakete. Den Damm hoch und zurück ins Wasser. Der Propeller komplett zerstört, das Getriebe undicht der matriele Schaden. Glück gehabt das nicht mehr passierte, die zwei Hebelschaltung hab ich vernichtet und gegen eine original Schaltung mit Notstop ausgetauscht  

Die schweren Gewitter; als ein Gemüsebauer meinen PKW in letzter Minute aus der Au ziehen konnte - der Beginn vom grossen Hochwasser

 

für uns ist noch einmal alles gut gegangen, zu Hause in den Nachrichten hieß es leider für unsere italienischen Freunde Land unter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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